Nachhaltig ökologisch, sozial und ökonomisch wirtschaften

Nachhaltigkeit ist in der Bildungsdebatte ein relevanter Faktor geworden: Wie kann etwas auf Dauer wirksam, nutzbar und nützlich sein, ohne dass sich seine Ressourcen verbrauchen? Nachhaltige Bildung, wie sie die Vereinten Nationen in der aktuellen Dekade postulieren, soll an den Bedürfnissen aller Menschen ausgerichtet sein - einschließlich denen künftiger Generationen.

 

Die Dimensionen sozialer und ökologischer Verantwortung fließt so in das ökonomische Lernen ein: Inwiefern hat das eigene wirtschaftliche Handeln Auswirkungen auf das Leben kommender Generationen oder auf Menschen in anderen Weltregionen?

 

Eine nachhaltig wirtschaftende Schülerfirma beachtet nicht nur ihren wirtschaftlichen Erfolg, sondern strebt gleichzeitig einen sozialen Nutzen für die Gesellschaft an oder hat die Schonung der Umwelt zum Ziel. Zudem achten die Schülerinnen und Schüler darauf, dass sie sparsam mit Material und Energie umgehen und möglichst Recyclingprodukte verwenden. Die Jugendlichen gehen im Team respektvoll miteinander um und integrieren neue Mitarbeitende.

 

In der Realität einer Schülerfirma kann dies bedeuten: die Schülerfirma produziert ein ökologisch erzeugtes Lebensmittel wie Honig. Für Einkäufe nutzen die Jugendlichen das Fahrrad. Vom Gewinn der Schülerfirma zahlen sich die Mitarbeitenden keinen Lohn, stattdessen investieren sie in neue Geräte der Schülerfirma, organisieren Aktivitäten für ihr Team, um den Teamgeist zu stärken oder spenden ihren Gewinn für einen gemeinnützigen Zweck.

 

Getragen wird ihr Engagement von dem gemeinsamen Gedanken: für alle, für immer genug.